Sammlung von dringend benötigten Sachspenden war ein voller Erfolg, vielen Dank an alle, die gespendet haben

Am Freitag hatte das WinOstheim Team zu einer Spendenaktion von dringend benötigten Sachspenden aufgerufen, das Echo war enorm.

Im Minutentakt wurden Spenden zur Verwaltungshalle gefahren. Beim Entladen wurden wir von Kindern und Jugendlichen aus der Flüchtlingsunterkunft unterstützt, die mit leuchtenden Augen die Sachspenden in die Verwaltungshalle getragen haben. Die Spenden, hauptsächlich Spielzeug für den Innen- und Außenbereich wurden sortiert und werden ab Montag von den Sozialarbeitern des DRK verteilt. Es waren aber auch viele dringend benötigte Baby- und Kinderwagen dabei, über die sich die vielen Mütter der Babys und Kleinkinder sehr gefreut haben, da nun endlich auch ein längerer Spaziergang mit den Kleinsten möglich wird.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die unserem Spendenaufruf gefolgt sind, Sie haben alle dazu beigetragen, dass der Alltag in der Flüchtlingsunterkunft erträglicher wird, insbesondere für die Kleinsten Bewohner.
Da es in der Flüchtlingsunterkunft leider keine Lagermöglichkeit gibt, mussten wir bereits zur Halbzeit die Tore schließen. Daher möchten wir uns erneut bei allen die nach 17:00 Uhr Spenden abgeben wollten entschuldigen, da wir diese nicht mehr annehmen konnten.

Wir werden uns nun die Situation in der Unterkunft erneut anschauen und in Absprache mit den Mitarbeitern des DRK überlegen, was weiterhin dringend benötigt wird und wo wir noch unterstützen können.

Wir halten Sie auf dem Laufenden über zukünftige Spendenaktionen.

Vielen Dank!!!

Sammlung von dringend benötigten Sachspenden

D23827016_mie Flüchtlingsunterkunft am Hardtgenbuscher Kirchweg ist seit kurzem belegt. Über 400 Personen aus unterschiedlichen Nationen haben hier Quartier bezogen, darunter mehr als 120 Kinder.

Als Notunterkunft ist die Einrichtung nur mit dem Notwendigsten ausgestattet. Gerade an Spiel- und Sportsachen fehlt es derzeit dringend.

Daher ruft die Willkommensinitiative „WinOstheim – miteinander im Veedel“ zu einer gezielten Sachspendensammlung auf.

Wann?         Freitag, 11.03.2016, zwischen 15:00 – 18:00 Uhr

Wo?             Flüchtlingsunterkunft Hardtgenbuscher Kirchweg, Halle 6

Was wird dringend benötigt? Continue reading „Sammlung von dringend benötigten Sachspenden“

Leichtbauhalle bereits belegt

WP_20160115_10_25_32_RichSchnell und reibungslos haben sich die Leichtbauhallen am Hardtgenbuscher Kirchweg mit Leben gefüllt. Derzeit finden dort ca. 400 Menschen, hauptsächlich aus dem Irak und aus Syrien, eine Unterkunft, davon weit über 100 Kinder.

Die Leichtbauhallen sind so konzipiert, dass sie sich lediglich als Übergangslösung bzw. Notunterkunft eignen. So gibt es z.B. keine Trennwände und damit keine Privatsphäre für die Familien. Geplant ist zwar nur eine Verweildauer von 3 Monaten, wir rechnen jedoch damit, dass die Flüchtlinge aufgrund der angespannten Unterkunftssituation in Köln länger hier bleiben müssen. Das ist auch für die Geflüchteten eine Belastung. Wir hoffen aber, dass wir in dieser Zeit mit unseren Angeboten den Start in Deutschland erleichtern können. Die Neuankömmlinge sollen die Möglichkeit haben, ihre neue Heimat kennenzulernen, sich mit dem Umfeld vertraut zu machen und erste Sprachkenntnisse zu erlangen.

Die erste Gelegenheit hierzu gab es an den „Kleiderbazar“-Tagen in der Auferstehungskirche Ende Januar. Der Tag wurde von unseren neuen Nachbarn gerne genutzt, um das Gelände zu verlassen und ihre Nachbarn kennenzulernen.

WK640_WP_20160115_09_37_46_Richir haben sie bisher kennengelernt als offene, freundliche und kontaktfreudige Mitmenschen. In einem fremden Land, dessen Sprache und Kultur sie nicht verstehen, blicken sie derzeit voller Ängste und Sorgen in die Zukunft. Lasst uns ihre Integration als gemeinsame Aufgabe angehen und den neuen Nachbarn offen und tolerant begegnen.

 

Die Kriminalität in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften nimmt nicht zu.

Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Wir haben mal untersucht, ob im Umfeld der Flüchtlingsunterkünfte tatsächlich mehr Kriminalität festgestellt wird, das ist nicht der Fall“. Es komme vereinzelt zu Körperverletzungen und Streitereien zwischen den Heimbewohnern, weil hier viele Menschen und verschiedene Kulturen zusammentreffen. So, wie es auch unter Deutschen zu Körperverletzungen und Streitereien kommt. Der Berliner Polizeipräsident ist übrigens nicht verwundert darüber: „Es sind ja auch keine Kriminellen, die kommen, sondern Flüchtlinge.“

Kriminalität von GeflüchtetenWas dagegen rasant steigt, sind die fremdenfeindlichen Delikte:
Das Bundeskriminalamt zählte im Jahr 2015 insgesamt 924 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte – mehr als viermal so viele, als die 199 erfassten Straftaten in 2014. Die Zahlen sind vorläufig – weitere Aktualisierungen können folgen. In den vergangenen Jahren sind die Zahlen durch Nachmeldungen zum Teil noch deutlich angestiegen.

Verletzte und Tote wurden bewusst in Kauf genommen.

Quelle:
u.a. https:/lwww.tagesschau.de/inland/fluechtlingsunterkuenfte-anschlaege-lOl.html

Recherchiert und verfasst nach bestem Wissen und Gewissen auf Grundlage der Plakate von www.wegenangst.tumblr.com

Geflüchtete bekommen in Deutschland nicht mehr Geld als ALG II – Empfänger

 Geldleistungen für Geflüchtete

Für Verarmung in Deutschland gibt es viele tragische Gründe, aber Zuwanderung ist keiner davon.

Plakat: Geldleistungen für Geflüchtete
Im Kleingedruckten: Fakten aus den geltenden Gesetzen

In den ersten sechs Monaten müssen Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen leben. Dort wird ihnen ein Schlafplatz, Kleidung sowie Verpflegung gestellt. Zusätzlich werden zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse entweder Gutscheine und Sachleistungen im Wert von circa 145 € oder ein Taschengeld in Höhe von 145 € bereitgestellt.
Sobald AsylbewerberInnen die Flüchtlingsheime verlassen und in eigenen Wohnungen leben dürfen, haben sie insgesamt Anspruch auf 359 € monatlich (weniger als ALG II). Davon müssen sie aber auch Kleidung, Essen und alle anderen Kosten bezahlen. Nur eine angemessene Wohnung, Heizung und Hausrat werden von den Behörden übernommen (so wie bei ALG II-EmpfängerInnen). AsylbewerberInnen, die sich seit 15 Monaten ohne wesentliche Unterbrechung im Bundesgebiet aufhalten und die Dauer des Aufenthalts nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben, haben Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII (Sozialhilfe) bis zu 404 € plus Unterkunftskosten. Continue reading „Geflüchtete bekommen in Deutschland nicht mehr Geld als ALG II – Empfänger“

Eine Rechnung, die nicht aufgeht

Ein Beitrag von Nils Freund, Fachberater Caritaspastoral

In den nächsten Tagen werden in Köln-Ostheim die ersten Menschen, die in 10 Wochen errichtete Leichtbauhallen beziehen. In jeweils 5 Hallen sollen insgesamt 400 Menschen untergebracht werden, also je 80 Personen auf 15m x 50m! Auf dem von der Stadt Köln veröffentlichten Grundriss dieser Hallen sind noch 100 Personen vorgesehen, die Zeit wird zeigen, welche Rechnung aufgeht. Bei der ersten Vorstellung dieses Leichtbauhallenkonzeptes versprach die Stadt zwei große Vorteile. WP_20160115_09_42_17_RichZum einen wurde den Menschen, die eine solche Unterkunft bewohnen sollen, ein im Vergleich zur Unterbringung in Turnhallen höheres Maß an Privatsphäre versprochen. Zum anderen wurde vor allem der Kölner Bevölkerung versprochen, dass mit Errichtung der Leichtbauhallen die Beschlagnahme von Turnhallen in Köln nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nötig sei.

Beide Rechnungen gehen nicht auf. Man muss sich nur die aktuellen Flüchtlingszahlen anschauen, um zu erkennen, dass die Stadt jede Woche eine solche Unterkunft für 400 Personen eröffnen müsste, um die Unterbringung aller Menschen in einer solchen Notunterkunft zu gewährleisten. Continue reading „Eine Rechnung, die nicht aufgeht“

Die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten durch Geflüchtete ist sehr unwahrscheinlich.

Das Robert Koch-Institut sieht derzeit keine relevante Infektionsgefährdung der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende, vor allem, wenn die Bevölkerung den grundsätzlich geltenden Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) nachkommt. Durch die Routineimpfungen wird die Bevölkerung wirksam gegen zum Teil sehr ansteckende Krankheiten wie Masern oder Keuchhusten geschützt.

Mit Klick auf's Bild auch als PDF zum Downloaden.
Mit Klick auf’s Bild auch als PDF zum Downloaden.

Gemäß § 62 Asylgesetz (AsylG) müssen Asylsuchende die Durchführung einer körperlichen Untersuchung auf übertragbare Krankheiten dulden, um Übertragungen in Gemeinschaftsunterkünften vorzubeugen und ggf. spezifische Behandlungen übertragbarer Erkrankungen einleiten zu können. Diese Untersuchung zielt primär auf das Erkennen von Infektionskrankheiten, die aufgrund ihres möglichen schweren Verlaufs oder ihres Ausbruchspotenzials in Gemeinschaftsunterkünften als besonders relevant erscheinen. Dazu gehören insbesondere Tuberkulose, Masern, Windpocken, Norovirus sowie Skabies und Läuse. Nach Ankunft in Deutschland kann zudem ein erstes Vorscreening der Asylsuchenden auf offensichtliche Krankheiten, Infektionen und Verletzungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt sinnvoll sein. Dies dient hauptsächlich zur Identifizierung von individuell akuter Behandlungsnotwendigkeit und erfolgt unabhängig von der Erstaufnahmeuntersuchung gemäß § 62 Asylgesetz.

Wir möchten am Beispiel von Tuberkulose (TBC) kurz die medizinischen Maßnahmen darstellen: Continue reading „Die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten durch Geflüchtete ist sehr unwahrscheinlich.“

Flüchtlingsinitiative „Win Ostheim – miteinander im Veedel“ gegründet

An der Startveranstaltung am 03. Dezember 2015 in der Ev. Kirche Ostheim nahmen über 120 Menschen aus Ostheim und Umgebung teil. An sieben Thementischen wurden zunächst zu verschiedenen Themen rund um die Gründung der Initiative Ideen gesammelt und festgehalten. In einen zweiten Schritt wurden die Ideen konkretisiert: Welche der Ideen sind wichtig und womit soll begonnen werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten zu jeden der Thementische Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich bereits getroffenen haben und die an den Inhalten weiter gearbeitet haben. Die Ergebnisse sowie die neuen Termine der einzelnen AG werden hier regelmäßig vorgestellt werden.

Bis zum nächsten Treffen der einzelnen Gruppen wird sich zum ersten Mal das Kernteam treffen: Jede Arbeitsgruppe benennt für diese Aufgabe midestens eine/n SprecherIn/VertreterIn. Aufgabe des Kernteam wird es sein, den Informationsautausch unter den Arbeitsgruppen sicher zu stellen und für die AG übergreifende und grundsätzliche Themen eine Lenkungsaufgabe zu übernehmen.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, an den Treffen teilzunehmen und sich einzubringen.